Expressway Sketches

Tobias Hoffmann – g, Benjamin Schaefer – keys, Lukas Kranzelbinder – e-b, Max Andrzejewski – dr

Die kennt man doch.

Vier junge, erfolgreiche Jazz-Musiker widmen sich der 60s Surf-Musik. Drei davon bildeten schon zuvor das Trio Expressway Sketches, und alle vier haben mit ihren eigenen Bands für mächtig Aufsehen gesorgt – weltweite Tourneen, renommierte Preise, begeisterte Kritiken. Haben wir etwas verpasst? Wahrscheinlich, denn schon seit Jahren war er immer da, der reine Surf.

Im Jahr 2010 traf die Band bei einem Wiener Festival einen Seelenverwandten in Bassist Lukas Kranzelbinder, dem Autor der weltersten Surf-Oper “Muchogusto”. In den Jahren darauf folgten einige Tourneen, bei denen die vier Musiker die klassischen Surf-Hits durch den Wolf drehten. Das Schreiben eigener Surf-Kompositionen war der nächste logische Schritt. Gesagt, getan, wurden in rasantem Tempo Stücke komponiert (natürlich nach dem bewährten Expressway Sketches 10-Minuten-pro-Komposition-Prinzip), in einem Berliner Tonstudio auf echtes Tonband aufgenommen und mit feinstem Federhall veredelt. Nun also endlich das erste Album mit Eigenkompositionen im Geiste des Surf – “Love Surf Music”.

Aber was genau ist eigentlich Surf-Musik?

Surf-Musik war eine hauptsächlich instrumentale Pop-/Rockmusik der frühen und mittleren 60er Jahre. Zu den erfolgreichsten Gruppen zählten The Ventures, Dick Dale, The Shadows und The Marketts. Vielen ist die Musik bekannt aus den Soundtracks Quentin Tarantinos, der die Klassiker dieses Genres immer wieder für seine Filme nutzt. Der Sound zeichnet sich aus durch twangende Gitarren (hauptsächlich Fender-Equipment), Bumm-TschakTschakBumm-Tschak- Rhythmen vom Schlagzeug und tonnenweise Federhall.

Ein Retro-Album also?

Mitnichten! Der Surf war seinerzeit eine zukunftsweisende Musik mit “Beats, so dynamisch wie die tosenden Wellen von morgen” und viel Freiraum für Improvisation in den Stücken. Die Expressway Sketches verbinden diese Tradition nun auf atemberaubende Weise mit ihren eigenen, frischen Vorstellungen von Jazz und Improvisation. Denn macht es wirklich einen Unterschied, ob man über einen Jazz-Standard oder einen Surf-Song improvisiert?

Hier geht’s ab! Die Stücke dieser wunderbaren Platte kleben im Gehörgang wie das Wachs auf eurem Lieblings-Surfbrett. Rockt zu “One Eyed Jack”, flippt aus zum “Dreiteiler”, tanzt den Stehblues zu “The Last Dance” – los geht’s!

These guys LOVE SURF MUSIC. Und ihr werdet sie auch lieben!

Weblinks:

Homepage Expressway Sketches

Bandcamp

Soundcloud

Homepage Tobias Hoffmann

Homepage Max Andrzejewski