Presse

“Benjamin Schaefer ist ein Meister des Kontrasts. “Quiet Fire” vereint Abstraktion und konkrete Harmonie, frei experimentelles Spiel und klares Arrangement in einem gestalterischen Konzept, ohne dass sich dadurch Widersprüche ergeben würden. (…) eine faszinierend anspruchsvolle Klangerzählung, die zum Hinhören einlädt.”

AUDIO 1/16

“Benjamin Schaefer gehört längst zu denjenigen Stimmen des europäischen Jazz, denen es gelingt, eine eigene musikalische Identität zu entwickeln. Mit seinen eindringlichen, poetischen und zugleich unangepassten Kompositionen schafft er eine ganz eigene Klangfarbe für das Jazzpiano. ‘Quiet Fire’ wandelt auf Pfaden durch musikstilistische Mischvegetationen, wo es viel zu entdecken gibt – zwischen romantischer Poesie und abstraktem Experiment, zwischen Gespräch und Gesang, Musik und Erzählung, Kompositionskunst und feinsinniger Spontaneität.”

Deutschlandfunk, 17.12.15

“Die Musik schwebt auf eigenwillige Weise über allen festgefügten Kategorien irgendwelcher Genres, egal ob diese nun ‘Klassik’ oder ‘Jazz’ heißen. (…) Hat man sich erst einmal hineingefunden, dann verliert man sich und will nicht mehr auftauchen. Musikalische Ideen, Stileinflüsse, instrumentale Farben und Stimmungen ergreifen vom Hörer umso nachhaltiger Besitz, wirken mit- und aufeinander. (…) Das ruhige Feuer dieser irritierend-vielgestaltigen, zugleich sehr sinnlichen Musik lodert nicht einfach auf und verlöscht. Die Prozesse sind ungleich komplexer. (…) Das reiche musikalische Material und ihre fantasievoll-assoziative Ausbreitung zeugt vom Weitblick der Ausführenden. (…) Man muss sich darauf einlassen, sonst verliert man sich. Aber das Labyrinth kann auch ganz schnell zur berückenden Wunderwelt werden.”

nrwjazz.net, 18.11.15

“An Eigenheiten und Überraschungen (..) ist das Album reich. Quiet Fire lebt von einer im weitesten Sinne spätromantisch gestimmten (also raffinierten und mehrschichtigen) klanglichen Intensität. Das Quintett versammelt fünf höchst individuelle Stimmen des jüngeren europäischen Jazz, die Musik lässt jedem genug Raum und fügt mit viel Klangfantasie ein Ganzes zusammen, in dem die Ruhe eine intensiv leuchtende Qualität entfaltet. (…) Das Zeitgefühl der Musik ist auf eine spannende Weise lässig, die klanglichen Fäden (…) sind fein gesponnen und tragfähig, und die Band insgesamt ist eine wunderbare introvertierte Überraschung.”

Jazzthetik 11-12/15

“Diese Musik haut die versiertesten Wellenbändiger doch glatt vom Brett. …) ‘Love Surf Music’ ist der Soundtrack zu einem kuriosen imaginären Film mit Wellen-Dramatik, der von bedröhnten Strandpartys, LSD-Trips, lockeren Bikini-Girls, freakigen Kerls in Bermudas, gefährlicher Brandung, dem Tosen auf Schaumkronen, dem todesverachtenden Ritt durch die Wasserwalze handeln könnte – und der guten alten Zeit, als man nicht im Internet oder Fernsehprogramm, sondern noch auf richtigen Wellen surfte, unbeschwert und doch wagemutig. Groovy.”

Bass Quarterly 4/15

“Tarantino (müsste) mit einem Lebenszeitvertrag für Soundtracks eigentlich Gewehr-bei-Fuß stehen. (…) ‘Love Surf Music’ ist ein lustvolles und mit viel Liebe zum Detail ausgestattetes Album geworden, das beim Hören unerhört viel Freude macht und zur Beschallung sämtlicher Surfspots zwischen Stinson Beach und La Jolla herangezogen werden sollte. Funktioniert aber auch am Baggersee in der deutschen Provinz garantiert genauso gut.”

Jazzpodium 6/15

“Wer Kopfkino liebt, ist bei den ‘Expressway Sketches’ goldrichtig. Vom Cover bis zur letzten Rille ihrer CD ‘Love Surf Music’ bringen sie die alte Dame Surf zum Tanzen. (…) Jeden Moment platzen fröhliche Anarchismen vom Schlage eines Frank Zappa ins Doris-Day-Idyll. Die ‘Expressway Sketches’ (…) sind extrem originelle Musiker, die den Surf mal liebevoll, mal brachial verformen und befremden. (…) Die Band verlangt von sich selbst, dass jeder Song in weniger als zehn Minuten komponiert werden muss. Der Spaß damit dauert dramatisch länger.”

Braunschweiger Zeitung, 09.05.2015

“Benjamin Schaefer is a brilliant young pianist (33 at this writing) whose playing is at times a bit reminiscent of Bill Evans’, particularly in its chord voicings. (…)

Schaefer and his trio with bassist Robert Landfermann and drummer Marcus Rieck have been together for several years. Their close communication is impressive, with Schaefer’s piano being first among equals. Landfermann (who takes occasional solos) and Rieck are very subtle in support of the pianist, often extending his voice so it sounds as if all three instruments are being played by the same person.

While not sounding like a duplicate of any of these players, Schaefer’s ability to caress melodies, his thoughtful approach (even at faster tempos), and his tasteful way of building solos does hint at Bill Evans and to a lesser degree Keith Jarrett and Brad Mehldau. Where he differs is that his music is sometimes more classical-oriented, and he can be a more intense player. (…)

The music is thoughtful, melodic and quietly powerful, easily recommended to fans of acoustic jazz piano.”

Scott Yanow, 5/13


“Ich kann mich nicht erinnern, jemals von einer Aufnahme eines Klaviertrios so überrascht gewesen zu sein wie von diesem Trio mit Schaefer (p), Robert Landfermann (b) und Marcus Rieck (dm). Mit welcher Sorgfalt die Musiker hier vorgehen erschließt sich bei jedem Ton, allzumal den jeweils ersten. Gleichwohl ist alles nicht gekünstelt, sondern fließt seinen Gang. Grandios!”

Jazz Zeitung 11/12


“Expressway Sketches, das sind Schlagzeuger Max Andrzejewski, Gitarrist Tobias Hoffmann und Keyboarder Benjamin Schaefer. Letzterer ist wohl das prominenteste Mitglied des Trios, ein ruhiger, bedachter und doch leidenschaftlicher Musiker, der stets unaufgeregt sein Terrain sondiert, bevor er aus sich ausbricht. Er hat schon Platten auf großen deutschen Jazzlabels veröffentlicht und gilt als große Hoffnung auf dem Piano. Expressway Sketches dürfte die Band sein, mit der er sich am weitesten aus seinem gewohnten Ambiente herauslehnt.”

“Diese drei Musiker brauchen nicht mehr als sich selbst, um erstaunliche Töne anzuschlagen. Für ihre erste CD, die einfach nur Expressway Sketches hieß, hatten sie eine ganz einfache Formel. Kein Stück darf in der Konzeption länger als zehn Minuten brauchen. Das mag etwas aufgesetzt anmuten, doch bei Expressway Sketches hat es funktioniert. Die Gruppe setzt sich bewusst einem kreativen Druck aus und hält ihn aufrecht. Nur die initiale Zündung zählt – alles, was später hinzukommt, kann weggelassen werden. Was hier zunächst wie eine Einschränkung erscheint, entpuppt sich am Ende als Gewinn von spontanen Bewegungsmöglichkeiten. Auf ihrer zweiten CD Bling behalten sie dieses Prinzip nun bei. Wieder sind sämtliche Stücke in jeweils zehn Minuten entstanden. Ja, sie sind flüchtig, hektisch, manchmal nicht ausgereift. Doch man spürt, dass die Band immer auf dem Weg ist, niemals stehen bleibt. So gleichen die Stücke kleinen Sinfonien des ehrlich empfundenen Augenblicks, die in sich zusammenbrechen, sowie sie verklungen sind. Doch gerade aus diesem Grund kann man sie immer wieder anhören, ohne dass Abnutzungserscheinungen oder Gewöhnungen eintreten würden. Die unterschiedlichen Temperamente der Bandmitglieder garantieren, dass sich die interne Reibung immer wieder neu aufbaut und alles Artifizielle außen vor bleibt.

Die stilistische Bandbreite der Gruppe hat sich indes gegenüber dem Debüt rapide erhöht. Das gewachsene Selbstvertrauen ist spürbar. Das musikalische Prinzip, das auf der ersten Platte noch ein Experiment war, ist hier zur Muttersprache geworden. Expressway Sketches müssen nicht mehr nach Vokabeln oder grammatischen Formeln suchen, sie wissen genau, was sie wie sagen wollen. Ihre Songs sind zugleich rasant, verwirrend und ungemein lustvoll. Der Spirit der konzeptionellen Entfrachtung löst beim Hören eine Art akustischer Entschlackung aus. Man braucht keinen Überbau, um sich dieser Musik mit ihrer zentrifugalen Kraft vorbehaltlos hingeben zu können. Von welcher Jazzplatte kann man das schon behaupten? Expressway Sketches holen den Jazz zurück in den urbanen Alltag und machen aus dieser oftmals überkünstelten Musik ein Stück alternativer Klangkultur.”

Jazzthetik 11+12/12


“In den acht Jahres seines Bestehens hat sich das Kölner Benjamin Schaefer Trio kontinuierlich weiterentwickelt. Mit intensivem Zusammenspiel und klarem Gruppenklang ist eine wirkliche Working Group entstanden, die aus dem Gros herrschender Klavier-Trios hervorsticht. Schaefers Kompositionen besitzen viel Konturenschärfe, Klarheit der Formensprache und Melodieführung. Ob in den Balladen, die fast in Trance-Zustände führen, oder den schnelleren Stücken: Das Trio besticht durch ein einheitliches Spiel. Benjamin Schaefers Pianistik ist von klarem, klassischem Duktus, Marcus Riecks Schlagzeug ist filigran, Robert Landfermanns Bass virtuos bis komplex. Wenn das keine Empfehlung ist.”

Jazz’n'More 9/12


“Nur wenige Takte benötigt Benjamin Schaefer, um den Zuhörer in seine wohltemperierte Musik hineinzuziehen. Der 31-jährige hat ‘Roots And Wings’ (so der Titel seines tollen Albums von 2008): Klassisch und modern emanzipiert spielt er auf, die lyrische Delikatesse ist schlicht zeitlos. Mit seinem Trio (Robert Landfermann, Kontrabass, Marcus Rieck, Drums) liefert Schaefer hier mal wieder eine Glanzleistung ab.”

Audio 8/12


“Der Gruppenklang und das Zusammenspiel der drei Protagonisten hat an Raffinesse und Homogenität auf ‘Leaves Like Snow’ noch einmal deutlich an Konturschärfe gewonnen. Die Kompositionen (…) sind allesamt kleine Meisterwerke sinnspendender Reduktion und der Ausgestaltung der musikalischen Freiräume haftet schon nahezu Geniales an. Der exemplarische Einsatz des Stilmittels ‘Tension & Release’ auf dem Titelstück des Albums sollte als ideales Beispiel für den Gebrauch dieser Kunstform als Studienobjekt in jedem Kompositions- bzw. Arrangementkurs einer Musikhochschule zur Pflicht werden.”

Jazzpodium 7/2012


“Viele Klavier-Dreier von heute reklamieren für sich, das gute alte Piano-Trio neu erfunden zu haben – und verharren dann doch meist in den alten Rollenverteilungen: Der Mann (oder die Frau) an den Tasten zieht die Aufmerksamkeit auf sich, und die anderen zwei Drittel liefern trickreich zu. Beim Trio des Kölners Benjamin Schaefer mit Robert Landfermann am Bass und Marcus Rieck am Schlagzeug aber bekommt man den Eindruck, dass sich da drei wirklich auf Ohrenhöhe begegnen. Die prämierte Band (…) macht wirklich Gruppenmusik. Die ist so kompakt wie offen, kommt ohne geschwätzige Beiträge aus und lässt die großen musikalischen Parameter Melodie, Harmonie und Rhythmus in mal lyrischen, mal wuchtigen, teils verwunschenen, manchmal leicht hymnischen Stücken ineinander aufgehen.”

JazzThing 94, 6/2012


“‘Angesichts der unterschiedlichen Projekte, bei denen er mitgewirkt hat, und all der Preise, die er gewonnen hat, könnte es sich durchaus um einen Preis für das Lebenswerk handeln’, staunte Hans-Jürgen Linke, Jury-Mitglied und Musikredakteur der Frankfurter Rundschau. (…)

Beim Preisträgerkonzert mit Robert Landfermann am Bass und Marcus Rieck am Schlagzeug bewies (Benjamin Schaefer) seine Vorliebe für lyrisch-impressionistische Themen (…) und vor allem ein enormes Feingefühl für musikalische Räume, die er behutsam füllt. Wie für zahlreiche namhafte Musiker seiner Generation steht für Schaefer das gemeinschaftlich entstehende Stück im Vordergrund, seine organische Entwicklung. (…) Wenn Klavier-Trios so abgeklärt-romantisch aufspielen und die einzelnen Musiker so hochkonzentriert aufeinander reagieren, fällt irgendwann der Name Bill Evans – eine denkbar anspruchsvolle Referenz.”

Kölnische Rundschau, 15.09.2011


“Die Jury des Horst und Gretl Will-Stipendiums für Jazz und improvisierte Musik hat nach eingehender Diskussion einstimmig beschlossen, den Pianisten Benjamin Schaefer als Preisträger des Jahres 2011 vorzuschlagen. Die Jury kennt ihn aus verschiedenen Projekten und schon seit etlichen Jahren und hat den Eindruck gewonnen, dass seine künstlerische Entwicklung in dieser Zeit ein rastloser, vielversprechender und kontinuierlicher Prozess gewesen ist.

Seine Beiträge in Bands und Projekten, die nicht unter seinem eigenen Namen firmierten, zeigen einen kreativen Mitspieler mit Überblick und stilistischem Feingefühl. Seine eigenen Projekte nehmen diesen Grundgestus einer kollektiven Entfaltung der Musik auf und geben ihm nachdrückliche eigene Impulse mit. Darin sind ein souveräner kompositorischer Umgang mit Zeit und Stille, experimentell erarbeitete, ausgeprägt originelle Klangvorstellungen und nie selbstzweckhaft eingesetzte spielerische Fähigkeiten klar erkennbar.

Als Komponist zeichnet Benjamin Schaefer sich dadurch aus, dass er seinen Mitmusikern weite, aber klar definierte Räume gibt und selbst im gleichen konzeptuellen Rahmen agiert. Er legt mehr Wert auf das Stück als Ganzes, auf ein gelingendes Werk, auf konsequente Spielprozesse und Verläufe als auf selbstdarstellerische Entfaltungen. Die offenkundige Überlegtheit, die seine musikalischen Qualitäten durchzieht, ist Kennzeichen und Ergebnis einer kontinuierlichen persönlichen und künstlerischen Entwicklung in allen seinen musikalischen Parametern. Die Jury war sich einig darin, dass diese Konsequenz, diese Entwicklung und diese hohe Qualität, die Benjamin Schaefers Arbeit seit längerer Zeit immer weiter zunehmend kennzeichnet, hohe Anerkennung verdient hat.”

aus der Urteilsbegründung der Jury zum Förderpreis der Stadt Köln 2011


“Natürlich setzte Bill Evans die Maßstäbe für eine höchst entwickelte, allen Forderungen des modernen Jazz gerecht werdende Musik in diesem Genre, und sein Erbe wird heute durch auf höchstem Niveau agierenden Trios wie denen von Brad Mehldau, oder zuletzt von Anat Fort, oder in Deutschland von Benjamin Schaefer fortgesetzt, um nur ein paar Namen zu nennen.”

Jazzpodium, April 2011


“Drei junge Musiker aus Köln (…) elektrisierten die Gäste im Hallenbad. In der Reihe ‘Jazz im Pool’  legte das ‘Benjamin Schaefer Trio’ einen fulminanten Auftritt hin. Von Fans und Fachleuten werden Schaefer (Klavier), Sebastian Gramss (Bass) und Marcus Rieck (Schlagzeug) schon länger mit Lobeshymnen überschüttet. (Nun) traten die drei Kölner auch in Wolfsburg den Beweis an, dass ihnen zurecht ein exzellenter Ruf vorauseilt. Die Bandbreite ihrer Musik begeisterte das Publikum. Technisch auf höchstem Niveau und spielerisch variabel sorgte das Trio im Schwimmerbecken (…) für Gänsehaut.”

Wolfsburger Allgemeine, 07.03.2011


“Gifted German pianist Benjamin Schaefer introduces a quartet of clarinets, viola and cello into the tight cohesion of his acclaimed trio, with bassist Robert Landfermann and drummer Marcus Rieck. And while they add background colour to the ensemble, notably on driving opener Bryant Park, Schaefer has also sought to integrate them into the trio’s dialogue with skill and intelligence, helped by the fact that the clarinets (Holger Werner and Niels Klein) are capable soloists. The mix of written and improvised is especially effective on Shanty, the later stages of Bryant Park and the long, ambitious title track, which unexpectedly ends in free playing. Yet, while the trio’s core virtues are undiminished by the fresh elements, the most striking music on an excellent album is to be found in the trio performances on Legend of the Green Parrots, Distant Shores and Descent.”

The Irish Times, 04.03.2011


“Der 29 Jahre junge Kölner Pianist Benjamin Schaefer hat für einige Titel sein Trio um Streicher und zwei Klarinettisten erweitert.  Der Titel ‘Bryant Park’, der sein Album ‘Beneath the Surface’ eröffnet, bekommt so wunderbare harmonische Weiterungen. Diese Musik swingt unwiderstehlich, schon wegen des inspiriert arbeitenden Rhythmus-Duos Robert Landfermann (Bass) und Marcus Rieck (Schlagzeug). Und die Gäste sind mehr als nur die Statisten am Rande, sondern tragen wunderschöne Einwürfe. Das gibt dem Album zwischen seinen bewegten Titeln, die gelegentlich den Mainstream streifen, einen kammermusikalischen Ernst, wobei die Gruppe nie akademisch wird. Unbedingt hörenswert.”

Westfälischer Anzeiger, 17.12.2010


“Mit seinem Debüt hat Benjamin Schaefer vor sieben Jahren aufhorchen lassen. Der damals 23-jährige beleuchtete neue Facetten des alten Klavier-Trios. Seine dritte CD hat er mit neuen Sounds kombiniert. Diesmal ergänzen vier Gastmusiker mit Geige, Cello und zwei Klarinetten das Trio auf fünf Stücken. Sie fügen sich rhythmisch organisch in musikalische Abläufe ein und machen staunen. Stimmungen, Tempi und Klangfarben wechseln schnell, was das Album lebendig hält. Schaefer, 2007 beim Avignon-Festival ausgezeichnet, erweist sich einmal mehr als Tüftler, dem an Erweiterung der Klangvielfalt gelegen ist. So besticht dieses Album durch pianistisches Können, melodisches Erfindungsreichtum und erstaunlichen Gruppenzusammenhalt. Die Originalstücke verraten eine eigene Handschrift, die Bezüge zur europäischen Tradition nicht leugnen. Insgesamt ein Klavier-Trio, bei dem Bass und Schlagzeug ihrer traditionellen Rolle enthoben sind.”

Jazz’n'More 5/2010, S. 54


“Schön, dass sich mancher Musiker Zeit lässt, Ideen zu entwickeln. Während andere Youngsters mit Ende Zwanzig schon haufenweise Alben vorgelegt haben, wartet der Pianist Benjamin Schaefer lieber, bis er das Gefühl hat, dass eine Aufnahme wirklich ausgereift ist. „Beneath The Surface“ ist seit 2004 das dritte Album im Trio und man hört der Band mit dem Bassisten Robert Landfermann und dem Drummer Marcus Rieck an, dass die Musiker aneinander gereift sind. Stilistisch noch am ehesten mit der postromantischen Moderne eines Fred Hersch vergleichbar, entwickelt Schaefer in eigenen Kompositionen Geschichten, die in ihren Wendungen überraschen. Da gibt es lyrisch feine und eloquente Passagen mit einem Hauch von Noblesse, da werden Räume für kammerjazzige Hörassoziationen geöffnet, ohne sich in der Abstraktion zu verlieren. Stellenweise durch Gäste ergänzt, entsteht auf diese Weise Musik, die tatsächlich ein wenig unter die Haut geht, nicht aufdringlich, aber geschmackvoll genug, um hinhören zu lassen.”

SONOmagazin 09/10


“Benjamin Schaefer arbeitet in den Improvisationen mit der Sicherheit und Bestimmtheit eines reifen Musikers sorgfältig seine Melodielinien aus. Klang und Melodie stehen im Vordergrund, nie etwa technischer Firlefanz. In der Ballade ‘Shanty’ entpuppt sich Schaefer als subtiler Soundtüftler, der gefühlvoll, aber überlegt die Tasten bedient (…). Im Titelstück ‘Beneath the Surface’ setzen sich die Qualitäten des jungen Pianisten und seiner Bandmitglieder in vielerlei Hinsicht fort. Einfach reinhören, sehr empfehlenswert!”

Concerto 4-2010


“Benjamin Schaefer ist mit seinem Piano-Trio mit Robert Landfermann (Bass) und Marcus Rieck (Drums) längst in der Bundesliga angekommen. Das Faszinierende an dem Trio-Jazz des jungen Kölner Pianisten (und frühen „Jazz thing Next Generation“-Act) ist, dass er sich nicht den Verlockungen des breiten Publikumsgeschmacks hingibt und die x-te Paraphrase des hierzulande noch immer so populären e.s.t. um den vor gut zwei Jahren gestorbenen Esbjörn Svensson abliefert. Ganz im Gegenteil: Zwar sind die Originals (sieben von Schaefer, zwei von Rieck) bestimmt durch eine melodische Farbigkeit, durch eine impressionistische Harmonik und Rückgriffe in die Geschichte dieser so traditionsreichen Gattung. Doch das voraushörende Zusammenspiel der drei und ihr für überraschende Momente sorgendes Interagieren geben der Improvisationsmusik dieses Trios neue Impulse und verorten sie ganz im Hier und Heute. Tatsächlich unter die Oberfläche geht der gerade mal 29-jährige Schaefer dann, wenn er in fünf Stücken sein Trio mit dem Violinisten Christoph König, dem Cellisten Stephan Braun und den beiden Klarinettisten Holger Werner und Niels Klein zum Septett erweitert. Dass die Holzbläser und Streicher aber weniger als Solisten eingebunden werden, sondern Schaefer mehr mit den verschiedenen Klangfarben der Instrumente „komponiert“, unterstreicht noch stärker als im Trio seinen kammermusikalischen Forschergeist.”

JazzThing 85 (9/2010)


“Den Pianisten Benjamin Schaefer, der seine New Yorker Premiere feierte, sollte man auf alle Fälle im Auge (und Ohr) behalten. Er spielte wie ein Dämon, stand seinem Star in puncto Intensität in nichts nach, hat sie aber gleichzeitig mit enormer Sensibilität begleitet.”

Cabaret Scenes NY (5/2009)


“Mit nur 27 Jahren ist Schaefer ein talentierter, sicherer Künstler, der ein erstklassiges Trio leitet.”

“(Musik) voller Frische und Lebendigkeit, mit viel Verstand für gemeinsame Entdeckungsreisen…”

“Beeindruckend”

The Irish Times, 06.06.2008



“Mittlerweile ist (das) Trio zu einer Souveränität herangereift, wie sie nur in Europas Jazzoberliga zu finden ist. Melodiebetonter Einfallsreichtum, unbrave Nähe zur Klassik, eingängige und doch spannende Kompositionen (…).”

Rolling Stone Nr.04 – April 2008


“Ein kleines Meisterwerk der modernen Klavier-Philosophie”

Jazzthing Nr. 72, Febr./März 2008



“Die Ankündigung der Stücke, die der Pianist und Bandleader mit einer kleinen Entstehungs-Geschichte verknüpfte, kam jedes Mal so wunderbar ungekünstelt herüber, dass die Funken der Sympathie für das junge Trio aus Köln nur so sprühten: Zweifelsohne haben die Vertreter des Modern Jazz bei ihrem ersten Auftritt in Hameln das Herz des Publikums erobert.

Dass das nicht allein an ihrem jugendlichen – trotz großer Erfolge von Star-Allüren ungetrübten – Flair lag, versteht sich von selber. Schaefer, Landfermann und Rieck beeindruckten die Konzertbesucher durch ein musikalisch überaus ästhetisches Spiel. (…) Die Stücke, die in ihrer Komplexität auch Einflüsse klassischer Kompositionen erkennen lassen, rühren an Fantasie und Träume.”

Dewezet, 01.02.2009


“(´Roots and Wings´) beweist nachhaltig, dass hier drei Musiker am Werk sind, von denen man in Zukunft nicht nur viel hören wird, sondern unbedingt hören will. Verwurzelung (…) und Aufbruchsmoment vereinen sich in Schaefers melodiösen, dynamischen und abwechslungsreichen Kompositionen außergewöhnlich intelligent. Das Zusammenspiel mit den ebenfalls hoch begabten und gefragten Robert Landfermann am Bass und Marcus Rieck am Schlagzeug ist von fast traumwandlerischer, überraschender Raffinesse.”

Rheinischer Merkur (Nr. 28/2008), 10.07.2008


“Die junge Band bewies eine eigene Handschrift und verblüffende Reife.”

“Der Auftritt (des) Trios war der bisherige Höhepunkt der Jazz-Reihe in der ´Alten Feuerwache´. Die Musik des 1981 geborenen Pianisten und seiner beiden Mitstreiter Robert Landfermann (Bass) und Marcus Rieck (Drums) bestach durch eine erstaunliche Abgeklärtheit und Geschlossenheit. (…) Mit diesem Trio und seiner wunderbaren Balance aus Intellekt und Emotion kann er auch die großen Bühnen erobern.”

WAZ Duisburg, 03.03.2008


“Feinsinnig, klangfarbig, leise und um so eindringlicher in seiner durchdachten Ästhetik gab sich das Gastspiel des Benjamin Schaefer Trio im Neuburger Birdland Jazzclub.”

“(Das Trio) strahlt ein hohes Maß an individueller Klasse dreier Einzelstimmen aus, überzeugt zugleich mit einem so charakteristisch geschlossenen wie abwechslungsreichen Zusammenklang als Band.”

“Mit sehr behutsam eingesetzten Mitteln und in überaus aufmerksamer Kommunikation lassen Schaefer, Rieck und Landfermann die Stücke in Herz, Hirn und Füße ihrer Zuhörer fließen, malen Bilder, wecken Träume, spielen Musik von anmutiger Vielfalt, Musik, die noch lang in der Seele nachklingt.”

Neuburger Rundschau (NR), 23.02.2008


“Die drei bestens eingespielten Musiker beherrschen den lyrisch-europäischen Ton, das Spiel mit sangbaren Melodien, weiten Räumen, freieren Passagen und lange nachschwingenden Klängen, sind aber auch immer wieder für einen satten Groove zu haben. Vor allem stützen sie sich ausschließlich auf eigenes Material [...] und legen ein Zusammenspiel vor, in dem das Ganze mehr gilt als Solisten oder Begleiter.”

Stereo 3/2008, S. 171


“Die Musik harmonisch und rhythmisch raffiniert, zeichnet sich durch vielerlei aus: natürlich durch großes pianistisches Können, Liebe zur Melodie, einen erstaunlichen Teamgeist, geschmackvolle Bezüge zur europäischen Tradition und bezaubernde, differenzierte Originalstücke.”

“Wieder einmal sind Schaefers Mitspieler gleichberechtigte und gleichwertige Partner [...]. Eines steht fest: diese erfrischend swingende Truppe überzeugt auf der ganzen Linie.”

Wiesbadener Kurier, 19.01.2008


“… die Stücke – allesamt Eigenkompositionen – [wirken] so erstaunlich souverän, überaus kreativ und frisch, dass sie diese Art von entrückter Verzückung fast schon zwangsläufig hervorrufen müssen. [...] Ob des präzisen Zusammenspiels der drei Herren [kann man] nur bewundernd mit dem Kopf schütteln. Der Auftritt des Benjamin Schaefer Trios war einfach fantastisch.”

BNN Karlsruhe, 30.06.2007


“Man mag so oft in seine Vita schauen wie man will, er wird einfach nicht älter. Umso verblüffender wirkt dann allerdings, was der gerade mal 25-jährige Shooting-Star des deutschen Jazz schon an seinem Flügel anstellt. Entspannt und souverän, atmosphärisch dicht, dennoch rhythmisch ausgefeilt, ebenso frisch und melodisch wie zuweilen komplex – die kollektiven Lobeshymnen auf sein Debütalbum scheinen tatsächlich berechtigt.”

“… begeistert er nun mit seinem Trio [...], als habe er nie etwas anderes gemacht. Einziger Wermutstropfen: Nach gut 70 Minuten hat das Vergnügen ein Ende.”

“Überhaupt ist Dreidimensionalität [...] Programm: Landfermanns perfekte Soli, Riecks variable Dynamik und Schaefers brillantes Spiel [...] – all das fügt sich zu einem harmonischen Ganzen, das auch in seinem Understatement fasziniert.”

Wiesbadener Kurier, 29.01.2007


“Das Trio [...] gehört zu den vielversprechenden jungen deutschen Jazzgruppen.”

Hamburger Abendblatt, 04.10.2006